Wahlen absolut unüberprüfbar

Veröffentlicht von admin on 28.Oktober.2007 Kategorie Aktuelles | schreibe Deinen ersten Kommentar

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Die Nachprüfbarkeit der Wahl unmöglich zu machen, ist auch eine Art sich vor Betrugsvorwürfen oder einer drohenden Abwahl zu schützen. Dieses Ansinnen will ich den Hamburger Senatoren nun aber doch nicht unterstellen, auch wenn die Idee vor dem Hintergrund der nicht vorhandenen Überprüfungsmöglichkeiten sehr abenteuerlich anmutet.

Eigentlich sollte mittels sog. "Digitalem Wahlstift" wohl die Stimmenauszählung beschleunigt und die Durchführung des Wahlverfahrens vereinfacht werden. Ein guter Ansatz also, den die Hamburger hier zu diesem Vorhaben hatten.

Dennoch dürfen bei solch bedeutenden Akten in einer Demokratie wie der Wahl absolut keine Zweifel an deren sachgerechter Durchführung bestehen. Leider oder zum Glück, je nach Standpunkt, hat der chaos computer club (CCC) dieses Unterfangen genauer unter die Lupe genommen und eklatante Sicherheitslücken festgestellt. Das gesamte System baut gedanklich auf einem anderen auf, welches in den Niederlanden gerade aufgrund erkannter eklatanter Sicherheitslücken aus dem Verkehr gezogen wurde. Darüber hinaus hat der Hamburger Senat apodiktisch festgelegt, dass es bei den Wahlen keine so genannten Innentäter gäbe. Innentäter sind hier Personen die aktiv an der Wahldurchführung beteiligt sind, und diese hätten nun mal per se kein Interesse an Wahlmanipulation. So viel Dummheit und Ignoranz gepaart mit Selbstüberschätzung muss einfach nach hinten losgehen – leider wird damit an den Grundfesten der Demokratie gerüttelt.

Bleibt nur zu hoffen, dass der CCC zweifelsfrei den Rest der Republik von den Problemen und Gefahren dieses elektronischen Wahlverfahrens via "Digitalem Wahlstift" überzeugen kann und kein anderes Bundesland auf ähnlich dumme Ideen kommt.

Ebenfalls zu diesem Thema bloggt: jurabilis

Artikel zu diesem Thema bei: CCC


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