Serienvergewaltigungen wegen abgelehnten DNA-Abgleichs
abgelegt im Archiv Aktuelles am 30.03.10

© Allie_Caulfield
19 Jahre lang trieb er ungestört in einigen Teilen Europas sein Unwesen. Annähernd 100 Sexualverbrechen soll Jörg Peter P. in dieser Zeit begangen haben. Jetzt werden die Anschuldigungen gegen die Justiz lauter, dass er schon längst hätte überführt werden können. Angeblich hätte der Vergewaltiger von der Polizei ganz einfach aufgehalten werden können.
Der 46jährige soll sich in Deutschland, Belgien und den Niederlanden mit psychologischen Tricks Eintritt in Häuser verschafft und Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt haben.
Laut dem Nachrichtenmagazin "Focus" wurde der Ersuch der Staatsanwalt nach einer DNS-Probe des Verdächtigen von einer Kölner Amtsrichterin abgelehnt. Seitdem gab es mindestens fünf weitere Opfer in Deutschland und Belgien.
Aufgefallen war Jörg Peter P. im Jahre 2006 durch einen Übergriff auf eine Kölnerin und wegen Nötigung angeklagt, so "Focus". Der Mann zeigte sich im Verhör geständig und ließ erkennen, dass er sein Triebverhalten nicht steuern könne. Daraufhin beantragte der Staatsanwalt die Abgabe einer Speichel- und Blutprobe.
Seit spätestens 2001 gibt es ein BKA-Register mit den DNS-Spuren seiner Tatorte. Wenn die Richterin dem Gentest zugestimmt hätte, wäre man dem Täter bereits viel früher in Belgien auf die Spur gekommen, denn dort wurde in nahezu identischen Fällen ermittelt.
So aber wurde nach Ablehnung des DNA-Abgleichs lediglich eine Geldbuße von 1500 Euro gegen den Familienvater erhoben...
Tags: DNA-Abgleich, Gentest, Vergewaltigung, Triebtäter, Justizirrtum, Belgien, Deutschland, Gericht, Staatsanwalt
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