Marco W. doch nicht so unschuldig ?
abgelegt im Archiv Aktuelles am 11.11.07
Nach Darstellungen des "Opfers" Charlotte hätte diese während des Missbrauches geschlafen, sei aufgewacht und habe so dann Marco W. ins Gesicht geschlagen, als sie diesen auf sich sah. Somit beschuldigt sie Marco direkt und ausdrücklich einer versuchten Vergewaltigung, welche Marco W. bisher vehement bestritt und sich darauf berief, dass alles im einvernehmen geschah.
Aufgrund seiner Untersuchungshaftdauer von nunmehr mehr als sechs Monaten haben die Anwälte von Marco W. Beschwerde bei dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angekündigt.
Der Prozess in antalya wird voraussichtlich am 20. November fortgesetzt werden.
Merkwürdig nur, das die junge Dame ca. ein halbes Jahr brauchte um sich an solche Details zu erinnern, ein Schelm wer arges dabei denkt.
Ebenfalls dazu bloggt: Strafprozesse

Permalink: Marco W. doch nicht so unschuldig ?
Tags: Marco W. Charlotte Vergewaltigung Prozess Türkei
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Kommentar von:
Belgarath
(22.11.07 11:11 Uhr)
Kommentar von:
carsten f.
(22.11.07 13:39 Uhr)
mittlerweile ist die sachlage derart verworren, dass es sowiso mühsig ist sich auf eine seite zu schlagen, gleichwohl ich eher zu marco's version der geschehnisse tendiere. nicht weil er landsmann ist, aber weil es die im moment glaubwürdigere story ist.
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Der 17-Jährige Marco W. war zusammen mit seinen Eltern im Osterurlaub in der Türkei, wo er sich in die 13-jährige Engländerin Charlotte M. verliebte und mit ihr Zärtlichkeiten austauschte. Dies sei in beiderseitigem Einverständnis geschehen, versicherten beide. Das Mädchen soll sich dem Jungen aber als 15-Jährige ausgegeben haben. Die Mutter des Mädchens hatte Anzeige erstattet.
Obwohl von Gewalt keine Rede war, nahm die Polizei Marco W. wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern fest. Die beiden Jugendlichen versicherten jedoch, dass es nicht zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Wie verschiedene Nachrichtenmagazine und Medien weiter berichteten, wurde bei einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt, dass das Mädchen noch Jungfrau ist. Ihre Schwester und Freunde waren bei der angeblichen Vergewaltigung anwesend und haben davon allerdings nichts bermerkt.
Ich war nicht dabei, ich kenne nicht die Wahrheit, aber es erscheint doch offensichtlich, dass hier Jugendliche ihre ersten pubertären Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht austesten wollten, ohne dabei bis zum Äußersten zu gehen. Sie veranstalteten eine Art Party mit Anfassen und Knutschen, mit Flirten und Herzklopfen, wie wir sie in unserer Pubertät sicherlich alle schon mal orgenisiert haben, harmlos und meistens nicht sehr zielgerichtet auf Sex, das übliche Ausprobieren eben, wie es Jugendliche überall in der Welt tun und versuchen.
Nur die christlich fundamentalistischen Eltern der Charlotte M. konnten darin eine unchristliche Freveltat erkennen, und ihre Tochter, angestrengt bemüht den Eltern zu gefallen und nicht in Ungnade zu fallen, sagt lügend das aus, was die gerade hören wollen.
Ganz abgesehen davon, dass ein parteilicher Richter der hinlänglich vertrauten türkischen Unrechtsjustiz schon im Vorfeld öffentlich von der Schuld des Marco W. sprach und damit jedem rechtsstaatlichen Verfahren Hohn sprach, sich selber als Richter in diesem Verfahren als untragbar erwies und ad absurdum führte,
ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz dieses Verfahren unnötig in die Länge zieht und verschleppt,
ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz ihrem Auftrag nicht nachkommt die 13-jährige Charlotte M. als zwingend erforderliche Zeugin und Opfer einer Befragung durch alle Prozessbeteiligten auszusetzen und stattdessen immer neue Gründe findet, die Haft für Marco W. zu verlängern,
ganz abgesehen davon, dass die hinlänglich vertraute türkische Unrechtsjustiz einen Jugendlichen einem Haftverfahren aussetzt wie für einen Schwerstkriminellen, ist das Ganze doch kein Einzelfall, geschieht diese Art von Willkür durch die korrupte türkische Polizei und die Unrechtsjustiz gegen Touristen und Gäste der Türkei doch nicht zum ersten Mal.
Ich will hier nur erinnern, an den Familienvater, der 14 Tage unter unhaltbaren Bedingungen in einem türkischen Gefängnis saß, weil seine Kinder am Strand vom Meer glatt geschliffene Steine gesammelt und eingepackt hatten, die sie aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen wollten. Bei einer Gepäckdurchsuchung am Flughafen wurden dann diese Muscheln und Steine vom türkischen Zoll gefunden, der Familienvater verhaftet wegen des Schmuggels antiker türkischer Artefakte. Erst auf großen Druck durch das Auswärtige Amt gelang es diesen Mann wieder von dieser typischen Farce der hinlänglich vertrauten türkischen Unrechtsjustiz zu entlasten, zu befreien und zurück zu bringen zu seiner Familie.
Es ist ja lobenswert, dass SPD-Fraktionschef Peter Struck, in dessen Wahlkreis die Familie wohnt, sich erschüttert zeigt über die Haftbedingungen und den Ablauf des Verfahrens, und dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem türkischen Kollegen Abdullah Gül über die Freilassung von Marco W. sprechen will. Nur sind das die gleichen SPD Politiker, die sich immer wieder gebetsmühlenartig für die Aufnahme der islamistischen Türkei und ihrer äußerst fragwürdigen Grundsätze der Menschenrechte in die EU aussprechen, statt endlich solche Probleme auch öffentlich über diesen Staat am Rande Europas zu diskutieren.
Mir tut es enorm leid, was Marco W. da alles ertragen muss, was er alles durchstehen muss. Aber solange Menschen nicht verstehen wollen, dass allein geringe Kosten einen Urlaub in einem äußerst fragwürdigen Islamistenstaat zu einem akzeptablen Risiko machen, statt mal auf die zahllosen Fälle von Menschenrechtsverletzungen auch an Touristen zu schauen, die diese Türkei zu bieten hat, solange haben es die Opfer selbst verschuldet, dass ihnen dieses Unrecht geschieht.
Die Türkei gehört nicht nach Europa und wird - so weit Politiker in Europa zu ihrem Wort stehen, was sie ja bekanntlich äußerst selten tun - auch nie dazu gehören. Wohin es die Mehrheit der Türken zieht, hat die Wahl des AKP Staatspräsidenten uns doch gerade hinlänglich vor Augen geführt, zu einem islamischen Gottesstaat. Sie ist nach wie vor kein demokratischer Rechtsstaat, sie bildet ein gefährliches Risiko für Touristen, die in diesem Land nichts zu suchen haben, die dort nicht Urlaub machen sollten.
Aber natürlich ist es viel bequemer inkonsequent zu ignorieren, was seit vielen Jahren immer wieder mit Touristen in diesem Land an Unrecht passiert.
Also beschweren Sie sich bitte auch nicht, wenn ihr Urlaub in einer stinkenden Zelle endet, der Willkür eines islamistischen Staates und ihrer willfährigen Justiz ausgeliefert. Es ist ja erfreulich, dass immerhin eine kleine Gruppe von Touristen sich derart erschreckt hat vor dem Unrecht an Marco W., dass sie ihren Urlaub in der Türkei storniert haben. Doch wenn wir auch von diesem Land aus eine Veränderung der türkischen Verhältnisse ernsthaft wollen, dann hilft nur eines: Die sofortige und konsequente Streichung dieses Landes und seiner zweifellos schönen Urlaubsorte aus allen touristischen Planungen.
Belgarath