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Studentenwelt
von Hans Kolpak am 28.10.08
Wenn Pál Kovács das Studium der Wirtschaftswissenschaften und reformierten Theologie abbricht, um jura zu studieren, dann folgt er seiner Neigung und nicht dem Zeitgeist. Was fasziniert ihn so sehr an der Rechtswissenschaft?
Der 21-jährige Student schreibt: "Ich sehe im Jurastudium aber so viel Interessantes: Junge Menschen werden umfassend in die europäische Geistesgeschichte und in die Gesellschaftstheorien eingeführt. Man erfährt alles über die Zeit von der Antike bis in die Neuzeit und wird ganz nebenbei auch auf einen Beruf vorbereitet."
"Das Recht gibt mir die Möglichkeit, viele sonst verborgene Zusammenhänge zu erkennen. Es zeigt klar auf, wie sich die Interessen von Gruppen im Staat oder sogar in der internationalen Gemeinschaft überlagern. Das Recht umgibt uns immer und überall, es existiert nirgendwo ein "rechtsfreier Raum", irgendein Recht gilt immer. Gibt es etwas Interessanteres? Im Recht offenbaren sich auch die Kultur und die Geisteshaltung des Gesetzgebers. Und am Recht sehen wir am besten, wie und in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt."
"Wir alle brauchen Menschen, die sich mit dem Recht auskennen. Der Unternehmer, der Arzt, sogar der Theologe benötigt juristischen Beistand! In den kreativen Branchen sind Juristen heute wichtiger denn je, denken wir nur an Urheberrechtsfragen in Zeiten von Internet und Multimediahandys. Vom Patentrecht ganz zu schweigen, ohne das die entwickelte Wirtschaft der Neuzeit gar nicht erst entstanden wäre."
Überraschungsfrage am Schluß: Warum haben die Wirtschaftswissenschaften den Plural und die Rechtswissenschaft den Singular? Letztere IST einzigartig!
Hans Kolpak
Jura-Weblog
Der 21-jährige Student schreibt: "Ich sehe im Jurastudium aber so viel Interessantes: Junge Menschen werden umfassend in die europäische Geistesgeschichte und in die Gesellschaftstheorien eingeführt. Man erfährt alles über die Zeit von der Antike bis in die Neuzeit und wird ganz nebenbei auch auf einen Beruf vorbereitet."
"Das Recht gibt mir die Möglichkeit, viele sonst verborgene Zusammenhänge zu erkennen. Es zeigt klar auf, wie sich die Interessen von Gruppen im Staat oder sogar in der internationalen Gemeinschaft überlagern. Das Recht umgibt uns immer und überall, es existiert nirgendwo ein "rechtsfreier Raum", irgendein Recht gilt immer. Gibt es etwas Interessanteres? Im Recht offenbaren sich auch die Kultur und die Geisteshaltung des Gesetzgebers. Und am Recht sehen wir am besten, wie und in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt."
"Wir alle brauchen Menschen, die sich mit dem Recht auskennen. Der Unternehmer, der Arzt, sogar der Theologe benötigt juristischen Beistand! In den kreativen Branchen sind Juristen heute wichtiger denn je, denken wir nur an Urheberrechtsfragen in Zeiten von Internet und Multimediahandys. Vom Patentrecht ganz zu schweigen, ohne das die entwickelte Wirtschaft der Neuzeit gar nicht erst entstanden wäre."
Überraschungsfrage am Schluß: Warum haben die Wirtschaftswissenschaften den Plural und die Rechtswissenschaft den Singular? Letztere IST einzigartig!
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Wong
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Kommentar von:
denis
(24.04.09 23:22 Uhr)
da hat sich jemand aber zu früh auf den singular gefeiert.... müsste es nicht am ende heißen: letztereS IST einzigartig.
Kommentar von:
Hans Kolpak
(25.04.09 1:35 Uhr)
Bingo! Ist korrigiert!
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