De-Mail: Die wunderbare Welt des GROSSEN Bruders

Veröffentlicht von admin on 10.Oktober.2008 Kategorie Internetrecht | 5 Comments to Read

De-Mail: Die wunderbare Welt des GROSSEN Bruders
© surfstyle

Obwohl bekannt ist, welche Unsicherheiten mit einem Massen-E-Mail-Dienst verbunden sind, arbeitet die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern (KBSt) mit Hochdruck an De-Mail.

Wie ist der aktuelle Stand? In 2010 sollen die Bürgerportale mit De-Mail flächendeckend eingeführt werden.

Hier werden Sie geholfen: Berlin.de/mail. Wenn dann die Gesetze durch sind, wird nur das Türschild geändert. Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Zitat: "Um die Funktionsfähigkeit und Akzeptanz der elektronischen Kommunikation trotz dieser Problematik zu erhalten und auszubauen, wird eine zuverlässige und geschützte Infrastruktur notwendig, die Verbraucherschutz, Sicherheit und Datenschutz gewährleisten kann. Bislang ist es nicht gelungen, eine breit genutzte Kommunikationsform zu etablieren, die diese Kriterien erfüllt." Zitatende

Das, was bisher weltweit keinem Menschen gelungen ist, soll in Deutschland geschaffen werden. Auch wenn alle Welt versagt, Deutschland schafft den einzigen Massen-E-Mail-Anbieter, der allen Spammern und Hackern trotzt!

flickr_400327524.jpg
© omk_489

 

Warum ich GRUNDSÄTZLICH von ALLEN E-Mail-Anbietern abrate, lesen Sie hier in einem Artikel vom 1.8.2008 in der PC-Welt. Warum?

Jeder kleine Webspace-Account mit E-Mail ist UNINTERESSANT für Spammer! Sie zahlen zum Beispiel 8 Euro jährlich für IhreDomain.de , können, müssen aber nicht eine Internetseite veröffentlichen, und verfügen über ein eigenes E-Mail-Konto.

Es ist die Bequemlichkeit der Menschen, die sie zur Zielscheibe von Spammern macht. Es wird ein ständiger Wettlauf zwischen Spammer und Betreiber sein. Microsoft, der Eigentümer von Hotmail, investiert Unsummen, um diesen Krieg zu gewinnen.

Sie haben die Freiheit, das Schlachtfeld einfach zu verlassen. Ist das eine Alternative?

KEINE Alternative ist, De-Mail zu nutzen. Es genügt, wenn deutsche Behörden und Gutmenschen es tun, damit alle durch Spammer und Hacker lahmgelegt werden können. Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland lernt schnell.

Hans Kolpak

Jura-Weblog

flickr_274918482.jpg
© adobemac

Ich habe fertig.


  • Ulinne said,

    Ach herrje, und da soll man dann auch noch für den Email-Dienst bezahlen. Wer macht das denn – so lange es web.de, gmx.de und so weiter gibt? …

    Außerdem ist zu befürchten, dass einem der Bundestrojaner gleich mitgeliefert wird … – der Schreiber ist jedenfalls bundesweit erfasst und seine Mails werden vermutlich entsprechend kontrolliert.
    Klasse! Sowas wollte ich immer schon mal haben. *tzz*

    Und ich lese gerade, dass mit D-Mail verschickte Mails gleichwertig mit offiziellen Schreiben sein sollen.
    Ach nee, das würde ich auch nicht wollen. Für offizielle Schreiben hätte ich dann doch lieber weiterhin die Snail-Post auf richtigem Papier und zum Abheften…

    LG – Ulrike

  • Hans Kolpak said,

    Mir gibt bereits zu denken, daß die Umsatzsteuervoranmeldung NUR NOCH online mit ELSTER zu erfolgen hat. Anscheinend sind Unternehmer ohne Internetcomputer keine Unternehmer mehr oder es gibt keine mehr.

    Gibt es eigentlich noch Menschen ohne ein Girokonto?

    Hans Kolpak
    Jura-Weblog

  • Ulinne said,

    Tja. Und was ist, wenn es – durch welches (Natur-)Ereignis auch immer – demnächst mal den großen Stromausfall gibt …?
    Anscheinend sind da nur Optimisten oder Fantasielose am Werk. Man kann doch nicht alles von funktionierenden Stromnetzen abhängig machen.

  • Hans Kolpak said,

    Kennst Du den Vortag ‘Der Zusammenbruch der UdSSR war besser vorbereitet als der in den USA’ von Dimitri Orlov? Wir sind jetzt schon in dem Zustand, den die dekandenten Römer ‘Brot und Spiele’ nannten.

    Einfach auf http://www.4dem.de nach ‘USA Zusammenbruch’ suchen!

  • Ulinne said,

    Danke für den Hinweis.
    Bin zwar noch nicht ganz durch, hab aber schon entscheidende Passagen gelesen.
    Wenn man bedenkt, dass das Original schon 2006 veröffentlicht wurde (http://www.energybulletin.net/node/23259) … *kopfschüttel*

Hinterlasse eine Antwort

Impressum